Theme 2025 einrichten
Tipps zu WordPress 6.7

Standardthemes

WordPress für Anfänger

Twenty Twenty-Five, kurz TT5, heißt das neue WordPress-Standardtheme.

  • Release war im November 2024, gleichzeitig mit WordPress 6.7, dem letzten Major-Release des Jahres.
  • Das neue Default-Theme bringt 9 Stile (Styles), 69 Patterns (Kombinationen von Blöcken) und neue Templates (Vorlagen für Seitentypen) mit.

Auswahl von Stilen, Farbpaletten und Schriftarten

Beginne die Anpassung mit den Styles! Wie der Vorgänger Twenty Twenty-Four (TT4) ist auch TT5 mit verschiedenen Styles (Stilen) ausgestattet. In Styles sind Farbpaletten, Fonts (Schriftarten), Schatten, Hintergrund und Abstände definiert. Über die Stile kannst sehr schnell verschiedene „Roh-Designs“ für deine WordPress-Website ausprobieren, ohne das Theme zu wechseln. Ohne Stress, denn bei WordPress gilt:

  • Themewechsel: kann Probleme verursachen
  • Stilwechsel: völlig risikolos

Klicke im Dashboard unter dem Willkommens-Widget rechts auf Stile bearbeiten, um deinen Stil zu wählen. Folgendes ist über das Stilfenster beliebig kombinierbar:

  • Typografie – Schriftarten (Fonts), Schriftgewicht, Buchstabengröße, Buchstabenweite, etc.
  • Farben – Farbpaletten, Schriftfarbe, Linkfarbe, Akzentfarbe, etc.
  • Hintergrund – Hintergrundbild, falls erwünscht.
  • Schatten – Schatten definieren, falls erwünscht.
  • Layout – Abstände ändern, falls erwünscht.

Davon besonders relevant sind: Stil, Farben und Typografie.

Stile von Twenty Twenty-Five

Zunächst wählst du einen der neun Stile aus:

  1. Stil Standard
  2. Stil Noon
  3. Stil Afternoon
  4. Stil Morning
  5. Stil Midnight
  6. Stil Evening
  7. Stil Dusk
  8. Stil Twilight
  9. Stil Sunrise

Farbpaletten von Twenty Twenty-Five

Anschließend entscheidest du, ob du die dazugehörige Farbpalette behalten möchtest. Gegebenenfalls wechselst du die Farbpalette.

  1. Farbpalette Standard
  2. Farbpalette Noon
  3. Farbpalette Afternoon
  4. Farbpalette Morning
  5. Farbpalette Midnight
  6. Farbpalette Evening
  7. Farbpalette Dusk
  8. Farbpalette Twilight
  9. Farbpalette Sunrise

Schriftarten von Twenty Twenty-Five

Anschließend entscheidest du, ob du die dazugehörigen Schriftarten behalten möchtest. Gegebenenfalls wechselst du die Schriftarten.

Diese Schriftarten werden mit dem Theme Twenty Twenty-Five installiert:

  1. Schriftart Standard (Manrope und Manrope für Text und Überschriften)
  2. Schriftarten Platypi + Ysabeau Office
  3. Schriftarten Platypi + Literata
  4. Schriftarten Beiruti + Literata
  5. Schriftarten Roboto Slap + Manrope
  6. Schriftarten Literata + Fira Sans
  7. Schriftarten Vollkorn + Fira Code
  8. Schriftarten Literata + Isabeau Office

Farben und Schriftarten kannst du unabhängig vom Stil auswählen und beliebig kombinieren. Drei Schriftarten siehst du hier:

  • Diese Schriftart ist nennt sich Manrope.
  • Diese Schriftart nennt sich Literata.
  • Diese Schriftart nennt sich Ysabeau Office.

Hier findest du mehr zu den Schriftarten in Twenty Twenty-Five.

Tipp zur weiteren Stil-Anpassung von TT5: Nutze das Stilbuch!

Zum Stilbuch gelangst du über das Symbol mit dem Auge.

Pattern hinzufügen

Pattern sind Kombinationen von Blöcken. Mit Pattern lassen sich typische Elemente einer Website anlegen, zum Beispiel FAQs oder Team-Portraits. Auch hier ist TT5 gut ausgestattet.

Tipp zur Anpassung von TT5: Pattern lassen sich sehr schnell attraktive Elemente für eine WordPress-Website zaubern. Pattern kannst du auf zwei Arten einfügen:

  • Sofort beim Anlegen einer Seite.
  • Später links oben über den Inserter (das Pluszeichen).

Pattern sofort hinzufügen

  1. Beim Anlegen einer neuen Seite blendet WordPress das Fenster Wähle eine Vorlage ein. Lass dich nicht vom Begriff Vorlage verwirren, denn WordPress bezeichnet alles mögliche als Vorlage. Gemeint sind Pattern.
  2. Unterhalb der Vorlagen, bzw. Pattern nennt WordPress das bevorzugte Einsatzgebiet. Beispiel: Biografie-Pattern. Klicke auf das Pattern, um es sofort beim Anlegen der neuen Seite einzufügen.

Vorlagen (Pattern) später hinzufügen

Du kannst auch zunächst mit einer leeren neuen Seite oder einem leeren neuen Blogbeitrag beginnen und später eine neue Vorlage hinzufügen:

  1. Klicke links oben (und nicht direkt bei den Blöcken) auf den Block-Inserter.
  2. Wähle das Register Vorlagen.
  3. Wähle eine Pattern-Kategorie aus. Die Pattern sind nach Einsatzgebieten sortiert.
  4. Wähle ein Pattern aus.

Bilder aus den Pattern verwenden?

Die Bilder aus den Vorlagen erscheinen mit den Verwendung auch gleich auf deiner Seite. Danach solltest du sie durch eigene Bilder ersetzen. Aus zwei Gründen:

  • Weil deine eigenen Bilder besser passen.
  • Aus Urheberrechtsgründen. Man weiß ja nie so ganz genau, woher das Material stammt.

Templates einsetzen

Ein Template greift tiefer in eine WordPress-Website ein als Blöcke oder Pattern. In Templates ist zum Beispiel definiert, wie ein einzelner Blogbeitrag oder die Startseite dargestellt wird. Templates können den unterschiedlichen Seitentypen von WordPress zugewiesen werden. So weist du ein Template zu:

  • Klicke in der schwarzen Menüleiste links auf Beiträge oder Seiten.
  • Klicke auf Quickedit.
  • Wähle im Dropdown-Menü das Template aus, zum Beispiel Standard-Template oder Page No Title (für eine Seite ohne Anzeige des Seitentitels).

Tipp zur Anpassung von TT5: Das reine Zuweisen von Seiten-Templates ist unproblematisch und schnell wieder rückgängig zu machen. Das Bearbeiten von Templates kann allerdings auch Probleme verursachen.

Blog-Template für persönliche Blogs

Mit dem Template Personal Blog (persönlicher Blog) folgt TT5 dem Minimalismus-Trend in WordPress:

  • Alle Blogbeiträge, ob mit oder ohne Beitragsbild, werden direkt komplett angezeigt, nicht nur kurze Textauszüge auf der Startseite.

Tipp zur Anpassung von TT5: Für sehr persönliche Blogs ist ein Minimal-Template eine gute Idee. Allerdings sollten die Texte der einzelnen Beiträge dann nicht zu lange sein. Für standardthemes.de kommt dieses Template deshalb nicht zum Einsatz. Ich möchte weiterhin eine Übersicht der letzten zehn Beiträge auf der Startseite haben.

Blog-Template für Fotoblogs

Tipp zur Anpassung von TT5: Für Fotoblogs das passende Template von Twenty Twenty -Five einsetzen.

Blog-Template im Magazin-Stil

Auch Blogs im Magazin-Stil lassen sich mit TT5 gut umsetzen. Was du dazu brauchst: das passende Startseiten-Template. Ich zeige dir jetzt, wie du deinem WordPress das passende Startseiten-Template zuweist.

Startseiten-Template zuweisen

Du möchtest eine spezielle Optik für deine Startseite, zum Beispiel eine Magazin-Startseite? Um deiner Startseite ein Template zuzuweisen, klickst du zunächst auf Design / Website-Editor.

Im nächsten Fenster, unter Design, wählst du dann den Menüpunkt Templates aus.

In zwei weiteren Schritten kommst du nun zur Template-Auswahl für deine Startseite:

  1. Klicke rechts oben auf Neues Template hinzufügen. Lass dich dabei von der Wortwahl nicht verwirren. Gemeint ist das Zuweisen eines neuen Templates für deine Startseite. Das Template wird nicht neu erstellt, es ist in TT5 bereits vorhanden und wird nur deiner Startseite zugewiesen.
  2. Klicke im Hauptfenster links oben auf Startseite, das Icon mit dem Häuschen.

Nun zeigt dir WordPress alle Templates, die TT5 für deine Startseite zur Verfügung stellt. Aus diesen Templates wählst du das für dein Projekt Passende aus – zum Beispiel:

  • Links: Minimalistisches Template für einen persönlichen Blog.
  • Mitte: Interessantes Template für einen Fotoblog.
  • Rechts: Template mit verschiedenen Rubriken für einen Magazin-Blog. Dir Technik dahinter: Du verwendest fünf Blog-Abfrageloops, um eine Zeitung oder Zeitschrift in WordPress abzubilden. Die Ausspielung der Blogbeiträge an einer bestimmten Position auf der Startseite bestimmst du über die Vergabe von Kategorien.

Starter-Kits für Twenty Twenty-Five

Du möchstest mit einer vorgefertigten Startseite und einem Grundgerüst anfangen? Du brauchst ein Starter-Kit? Dannn lies hier weiter:
TT5 plus Twentig.

Wie gut ist Twenty Twenty-Five?

Das schreiben die Theme-Entwicklerinnen und Entwickler:

While ideating Twenty Twenty-Five, one recurring idea was that simple things should be intuitive while complex things should be possible.
This concept of simplicity and complexity leads to a reliable foundation for extending a default WordPress experience to make it yours.

Ich übersetze hier mal:

Bei der Entwicklung von Twenty Twenty-Five kam immer wieder die Idee auf, dass einfache Dinge intuitiv sein sollten, während komplexe Dinge möglich sein sollten.
Dieses Konzept der Einfachheit und Komplexität führt zu einer zuverlässigen Grundlage für die Erweiterung einer Standard-WordPress-Erfahrung. Mach es zu deinem WordPress.

Ob das so gelungen ist? Teilweise. Die einfachen Dinge sind bei WordPress leider nicht wirklich intuitiv. Ich habe ein paar Monate gebraucht, um das Template-System von WordPress zu verstehen. Es ist erstmal eine Quälerei. Erst nach vielen Irrungen und Wirrungen macht die Template-Verwaltung Spaß. Auch bei WordPress gilt: Per aspera ad astra. Mit Mühe zu den Sternen.

Templates statt Child-Themes

Früher habe ich oft mit Child-Themes und mit Änderungen am Code gearbeitet, um WordPress anzupassen. Heute ist mir das zu kompliziert und zu unsicher. Ich arbeite ich lieber mit dem Template-System. Template-Änderungen kann ich wieder zurücksetzen lassen und Templates kann ich neu zuweisen.

PS: Beatriz Fialho, die Lead-Designerin von Twenty Twenty-Four, war ebenfalls die Lead-Designerin von Twenty Twenty-Five. Die Twenty-Something-Standardthemes haben also eine Kontinuität, was mir gut gefällt! Ich bin schon gespannt auf das Theme Twenty Twenty-Six.

Bist du schon 2025iger oder pagebuilderst du noch? Ich freue mich über deinen Kommentar.


Kommentare

22 Antworten zu „WordPress Twenty Twenty-Five anpassen“

  1. Danke für den Überblick!
    Bisher habe ich immer fertige Themes verwendet, bei denen ich hinterher nicht allzu viel verändern konnte. Ich habe auch immer das gesucht, das am ehesten passte. Für meinen Neustart – shop.8ung.info – möchte ich einmal jedes Fitzelchen ausprobieren können.
    Ich starte einen Shop, auf dem ich Fotos von meiner Webseite im Großformat zum Kauf anbiete. Das Blog-Template für Fotoblogs scheint mir gerade richtig.
    Ich kann mir auch vorstellen, dass ich „Easy Digital Downloads“ gut integrieren kann.

    1. Hallo Dorle.
      nach der Qual der Einarbeitung in Theme, Stil, Templates, Template-Teile und Pattern öffnet sich die ganze Vielfalt an Möglichkeiten. Ab dann macht WordPress wieder Spaß… Tipp meinerseits: auf jeden Fall noch das Plugin Twentig einsetzen! Worauf ich mich freuen würde, wäre mal ein neues WooCommerce-Standardtheme. Das Storefront mag ich nicht mehr, ich will ein Blocktheme. Du willst für den Shop ja Easy Digital Downloads statt Woo, wenn ich dich richtig verstehe?

  2. Hallo Bernd,
    Danke für deine Rückmeldung.
    Mit dem aktuellen Theme von GeneratePress kann ich mich nicht anfreunden. Gutenberg hingegen bereitet mir keine Probleme. Meine erste Software, webtodate, funktionierte nach einem ähnlichen Prinzip. Das ist fast 20 Jahre her. Gutenberg ist zwar umfangreicher, aber die Blöcke habe ich bei WordPress sehr vermisst.
    Für die Installation von WooCommerce habe ich diverse Tutorials durchgearbeitet und mindestens eine Woche für das Aufsetzen benötigt. Es ist sehr umfangreich und vielseitig einsetzbar, vor allem für physische Produkte, die weltweit verschickt werden können. Für meine Zwecke war es jedoch ungeeignet. Ich werde hauptsächlich unkomprimierte Fotos im Großformat und eventuell E-Books zum Download anbieten. Bei WooCommerce werden die Fotos standardmäßig verkleinert und komprimiert. Deshalb habe ich WooCommerce gelöscht. Dabei habe ich bemerkt, wie viel Platz diese Software einnimmt und wie aufgebläht sie ist. Ich kann mir vorstellen, dass dies bei schlechter Internetverbindung alles verlangsamt.

    Mit Easy Digital Downloads erhoffe ich mir ein schnelles und unkompliziertes Verkaufstool, bei dem die User höchstens ihre Mailadresse hinterlegen müssen. Ich hoffe auch auf einfache Bezahlmethoden.

    Ich hoffe, mit TT5 eine ansprechende Webseite erstellen zu können, die ich jederzeit variieren kann. Dein Artikel hat mir Lust darauf gemacht.

    Viele Grüße, Dorle

    1. Hallo Dorle,
      ich fasse seit TT4 grundsätzlich nichts mehr an, was einen WordPress-Pagebuilder oder irgendein Framework enthält, kein Elementor, kein Divi, kein Sonstwas. Aus den Käfigen kommst du nicht mehr ohne Gedöns oder gar nicht raus und ich weigere mich, deren Oberflächen zu lernen. Da bleibe ich lieber hübsch bei Gutenberg und gut ist es. Alles, was die WordPress-Verbieger groß gemacht hat, landet früher oder später sowieso im Gutenberg oder im Stilbuch. Ich hab mir mal euer Kulturmagazin angesehen.. wie weit seid ihr da in GeneratePress drin? Die Site läuft ja schon sehr lange und hat ordentlich Content. Wahrscheinlich werdet ihr dann GP treu bleiben, bzw. ein Theme innerhalb des von GP erlaubten Rahmens nehmen?
      Oder planst du eine neue Website? Dann würde ich TT4 für Portfolio-Sites und TT5 für Blogs einsetzen.
      Zu WooCommerce: Wenn du nur eine Sorte von Produkten verkaufst, sind kleinere Lösungen vielleicht besser. Aber ich mag die WooCommerce-Blöcke. Da kann ich einfach mal in einem Blogbeitrag einen Produktblock platzieren und die Stärke von WordPress ausspielen: alles unter einem Dach und bestens verzahnt… Blog, Portfolio und Shop.
      Ich installiere WooCommerce aber auch nur in eine cleanes WordPress, also ohne Pagebuilder und ohne Framework.
      Viele Grüße,
      Bernd

      1. Hallo Bernd,
        danke für die ausführliche Rückmeldung.

        GeneratePress habe ich erst seit circa 1 Jahr. Davor hatte ich mh-themes und davor andere Premiumthemes, an derenNamen ich mich nicht mehr erinnern kann.
        Mit GP werde ich überhaupt nicht warm. Deshalb habe ich zum 1. Mal seit 30 Jahren einen Webmaster beauftragt, mir eine Seite zu erstellen. Der machte aber einige Fehler, die er dann auch nicht mehr beseitigen konnte – zB für Mobile nur 1/4 Seite. Da konnte keiner etwas sehen.
        DAnach habe ich selbst weitergemacht, komme aber nicht mit den vorhandenen Elements klar.
        Ich möchte jetzt einfach wieder eine Seite haben, die ich selbst aufsetzen und nach Belieben umsetzen kann.
        Ach ja, noch eins: über GP-header kamen Hacker hinein. Ich weiß nicht, ob das generell so ist. Die shop-Seite war jedenfalls auch befallen. Da sie aber noch nicht beworben und im Aufbau war, habe ich sie einfach gelöscht und fange ganz von vorn an.
        Wenn ich mir dabei dei Hörner abgestoßen habe, werde ich im Kulturmagazin weitermachen. Mir gefällt bei TT5 das Magazi-Theme.
        Es ist schade, dass es zwar für woocommerce alle möglichen Tutorials gibt, aber für EasyDigitalDownloads habe ich keines entdecken können – zumindest nicht auf deutsch. Mit meinem technischen Unverstand kann ich das auf deutsch zumindest irgendwie nachvollziehen.
        Na ja, zumindest habe ich deine Seite gespeichert. Vielleicht finde ich hier mal ein Tutorial 😉
        LG Dorle

        1. Hallo Dorle,
          ich hatte schon an einen Vergleich „WooCommerce vs Easy Digital Downloads“ gedacht, hab aber nicht ergoogeln können, wie EDD diese beiden Punkte regelt:
          – Kleinunternehmer-Regelung
          – Deutsche Rechtslage (Widerruf, Datenschutz)
          Bei WooCommerce hab ich ja mit Germanized und German Market die Auswahl aus zwei Add-Ons, die mir das Plugin eindeutschen. Da muss ich erst mal schauen, ob und wie das bei EDD geklärt ist.
          Für alle Shop-Seiten gilt (egal ob Woo oder EDD): Finger weg von allen Pagebuildern und erst recht allen Pagebuilder-Themes, denn die vermengen ja Design und Technik. Pagebuilder verbiegeh WordPress zu irgendwas anderem und du kriegst sie nicht mehr von der Backe. Ein Wechsel von einem Pagebuilder-Theme zu einem normalen Theme zerstört WordPress.
          Zudem gibt es in absehbarer Zeit (ich schätze mal 2025) eine optimale Lösung. Ich hab den Newsletter vom WooCommerce-Developer-Blog abonniert.. und da ist angekündigt: Am 2. Dezember eine Live-Video-Session mit Ellen Bauer, bekannt von Elmastudio. Gesprochen wird über das erste WooCommerce-Block-Theme. Es wird also einen Nachfolger für das verstaubte Storefront (bisheriges Standardtheme für WooCommerce) geben. Und Ellen leitet das Entwickler-Team. Super, die kann das!
          Meine Strategie: Meinen Shop lasse ich vorerst auf Storefront, einen neuen Shop würde ich auf TT5 aufsetzen. Und ich warte sehnsüchtig auf das erste amtliche WooCommerce-Block-Theme. Sobald es da ist, wechsle ich.

          LG Bernd

          PS: Ich hab für einen Shop vor ein paar Jahren ein Theme von WooCommerce gekauft, also von WooCommerce.com, nix vom Envato-Schrottplatz. Es ist ein Child-Theme von Storefront. Bin aber damit unzufrieden, die Farben passen nicht, ich hab auf der Checkout-Seite teilweise Weiß auf Weiß. Es nervt, und ich hab keine Lust, das mit CSS-Code umzustellen. Ich lass das jetzt aber so .. das Block-Theme wird kommen. Dann mache ich das mit drei Klicks im Stilbuch.

          1. Hallo Bernd,
            danke für deine Einschätzungen.
            Stimmt – Kleinunternehmer-Regelung und Deutsche Rechtslage (Widerruf, Datenschutz) ist sehr wichtig.
            Aber deswegen setze ich nicht noch einmal woocommerce auf.
            Es hat bei mir, da ich das vorher noch nie gemacht habe, doch etwa länger gedauert. Ich musste wirklich jedes Fitzelchen durchlesen, um nachher festzustellen, das ich das meiste nicht brauche. Außerdem bringt woocommerce eine große Datenmenge mit. Für ebooks und Webinare oä mag das ok sein. Für Fotos ist das unbrauchbar, weil die Dateien vor dem Kunden-Download verkleinert werden.

            Ich habe mir vorgenommen, erst einmal TT5 zu installieren. Das könnte auch eine Zeit dauern, sofern sich dieses Theme von den anderen unterscheidet, mit denen ich vorher gearbeitet habe.
            Ich weiß, andere schaffen so etwas mit links. Ich brauche immer länger, weil ich mir vorher alles durchlese und dann trotzdem etwas verkehrt mache. Es kommt auch vor, dass ich den fünften Schritt vor den dritten mache usw. Das ist für mich aber kein Unglück, denn aus Fehlern lerne ich.
            Na ja – wird schon 😉
            LG
            Dorle

          2. Hallo Dorle,
            zu deinem Trost: Auch die anderen schaffen es nicht immer mit links.. einmal bei der Konfiguration irgendeines Plugins ein Häkchen vergessen oder gar das falsche Plugin eingesetzt, und wieder sind zwei Stunden mit null Ergebnis vergangen. Das passiert auch großen Agenturen. Auf irgendeinem WordPress-Meetup hab ich mitgenommen: die Mehrzahl der IT-Projekte scheitert. Das gilt auch für WordPress.. falsches Geschäftsmodell, falsches Theme, falsche Plugins und du bist im Wald verloren.
            LG Bernd
            PS: Ich hab ein WooCommere-Plug für den Verkauf von Fotografien entdeckt. Allerdings auf dem Envato-Marktplatz, dem misstraue ich generell. Aber vielleicht ist es trotzdem für dich eine Überlegung wert. Ich hoffe, das Ding verkleinert die Originale nicht: WooCommerce Photography PLugin. Ohne Gewähr, ich hab es nicht getestet.

  3. Danke für Deine großartige Beschreibung! Ich habe Deine Seite den Mitgliedern unserer WordPress Meetup Dresden empfohlen, welche sich gerade erst schüchtern an das Full Site Editing (FSE) herantasten.

    GaLieGrü
    Karl (Orga-Team WP Meetup Dresden)

    1. Hallo Karl,
      vielen Dank für das Feedback.. ich freue mich riesig über die neuen Möglichkeiten von WP 6.7 und das neue Theme. Wenn man sich in vier Wochen Klick-Irrgarten durch Styles, Templates und FSE durchgekämpft hat, macht WordPress wieder Spaß. Den Stil mixen.. die Header- und Footer-Templateteile auswechseln.
      Viele Grüße nach Dreseden
      Bernd
      PS: Das WP Meetup Würzburg haben wir nach zwei Jahren Pause endlich wiederbelebt.

  4. Danke für den schönen Beitrag.

    Ich benutze seit Jahren GeneratePress und GenerateBlocks und bin sehr zufrieden mit dem Paket. Obwohl ich mir die Full-Site-Editing-Themes angesehen habe, schien mir deren Bedienung etwas zu schwierig.

    Das TT5 gefiel mir so gut, dass ich mich etwas näher damit beschäftigt habe.

    Jetzt habe ich es seit ein paar Tagen am Start und muss mit einem Bloggerkollegen fragen: „Braucht man mehr?“. Wahrscheinlich behalte ich allerdings GenerateBlocks.

    1. Hallo Horst,
      zum Themsa Blöcke: Als Alternative zu zusätzlichen Blöcken hab für Websites mit TT4 / TT5 das wirkliche kostenlose Plugin (eine Premium-Version gibt es gar nicht) Twentig getestet. Es bringt keine zusätzlichen Blöcke, sondern erweitert die bestehenden. Großer Vorteil: Wenn ich Twentig deinstalliere, fallen die Blöcke in die Standardeinstellung zurück. Ich gerate also nicht in Abhängigkeit von einem Plugin, mein WordPress bleibt unversehrt. Hier hab ich ein Beispiel, wie Twentig den Listenblock mit zusätzlichen Features verbessert: Twentig.
      Wenn du TT5 verwendest, probier es mal aus!
      VG Bernd

  5. Hallo,
    vielen Dank für deine Informationen.
    Als ich vor drei Jahren WordPress kennengelernt habe wurde ich vor dem Block-Editor gewarnt.
    Kommentare: ‚Grottenschlecht. Punkt‘; ‚für den Laien zu kompliziert‘; ‚Macht nur Fehler und hat eine schlechte Performance‘; usw.
    Ich habe mich nicht beirren lassen und den Blockeditor genutzt. Die PageBuilder wollte ich gar nicht kennenlernen.
    Von den Menschen, die mir abgeraten haben, habe ich folgendes herausbekommen: Nach jahrelanger Arbeit mit PageBuildern haben sie dem Blockeditor gar nicht erforscht und sich auf Aussagen von dritten verlassen.
    In meiner Vereinsseite verwende ich tt4 in Kombination mit Twentig. Ich werde die Seite auf TT5 und Twentig umstellen.
    Dein Blog hat mich darin bestärkt.
    Leider muss ich bei einer weiteren Seite mit ‚SiteOrigin Page Builder‘ arbeiten. (würg)
    Ich wünsche eine frohe Weihnachtszeit, Gesundheit und einen guten Rutsch ins Jahr 2025.
    Mach weiter so!

    1. Danke für das Feedback! Ich wundere mich auch immer über die Selbstverständlichkeit, mit der zum Pagebuilder gegriffen wird. Sie kosten Geld und sie gefährden meinen Schlaf. Betriebssicherheit ist mir nämlich wichtig und schon ohne Pagebuilder kann bei WordPress eine Menge schief gehen (Duellierende Plugins, PHP-Inkompatibilitäten, Probleme nach Updates..). Ich bin doch nicht wahnsinnig und bau mir Teile ein, die meine Fehleranalyse erschweren.
      Wir hatten das Thema beim letzten Meetup. Fazit: Die Pagebuilder WAREN WordPress früher einige Jahre voraus, jetzt hat der Wind gedreht. Das WordPress-System von Styles und Templates hat Pagebuilder geschluckt und das ist gut so. Und reden wir über Nachhaltigkeit: In 10 Jahren ist der Pagebuildermarkt eine Nische, und 50% der heutigen Anbieter hat es weggefegt.
      Viele Grüße,
      Bernd

  6. Danke für die gute und übersichtliche Einführung. Ich arbeite bisher auch mit Child-Theme, CPT, ACF usw. und greif auch in den Quellcode ein. Ich finde 2025 gelungen und spannend und werd mich sicher näher damit auseinandersetzen.
    Manchmal braucht es aber trotzdem Eingriff in dem Quellcode. Bspw. für eigene javasripts usw. Und da steh ich bei 2025 wie der Ochs vorm Ber. Ich versteh prinzipiell die Struktur und wie sich die Seiten zusammensetzen. Was mir aber total fehlt, ist bspw. der gesamte Bereich. Wo und wie wird der erstellt? Ist für mich absolutes Neuland, so wie das wohl funktioniert. Hast du einen Tipp oder dbzgl. weiterführende Links?
    Herzlichen Dank
    LG Steffi

    1. Hallo Steffi, vielen Dank für das positive Feedback. Zum Verständnis des Theme-Aufbaus und der verschiedenen Tools des Website-Editors empfehle ich diesen Vortrag der grandiosen Birgit Pauli-Haack beim WordCamp Leipzig: Nutze das Create Block-Theme Plugin, um Themes zusammenzustellen.
      – Link zum Plugin: Create Block Theme.
      – Als Serverumgebung verwendete Birgit WP Local.
      Kleiner Wermutstropfen: Der Blick auf den Code beschränkt sich auf die theme.json. Aber ich hab viel aus dem Vortag gelernt und werde die Themeerstellung mal nach Birgits Muster ausprobieren.
      Viele Grüße,
      Bernd

      1. 🙂 danke

        1. Hallo Steffi,
          ich hab noch ein kleines Weihnachtsgeschenk: Über eine CSS-Eingabebox kannst du Quellcode ergänzen, ohne den ursprünglichen Code zu ändern. Du kannst zum Beispiel über CSS einen Sticky Header erzeugen: Sticky Header für Twenty Twenty-Five.
          Viele Grüße,
          Bernd

  7. Ja, das Theme gefällt mir gut. Allerdings suche ich nach einer Möglichkeit, meine Seite damit mehrsprachig zu machen. Den Menu-Editor stellt das Theme leider nicht zur Verfügung.
    Hat jemand eine Idee?

    1. Hallo Thomas,
      das am einfachsten zu bedienende Mehrsprachigkeits-Plugin ist meiner Meinung nach TranslatePress. In der kostenlosen Version sind 2 Sprachen möglich, also eine zusätzliche. Die Premium-Version kostet 99 € im Jahr, aber dann hast du 221 Sprachen zur Verfügung.

  8. Hallo,

    Danke für den schönen Überblick. In einem Punkt komme ich bei der Flexibilität des Themes an die Grenze. TT5 schneidet in der Blog Übersichtsseite die rechteckigen Bilder am rechten und linken Rand ab. Es gelingt mir nicht das zu verhindern. Von der Ästhetik her wird wohl ein quadratisches Bild angestrebt, in meinem Blog gibt es aber viele Postst mit rechteckigen.

    Viele Grüße!

    1. Guten Morgen,
      vielleicht hilft dir einer der beiden Ansätze weiter

      – Bild-Beschneidungen nimmt das Theme zum Beispiel vor, wenn Bilder in Spalten dargestellt werden.
      Manchmal hilft es, links oben die „Treppe“ anzuklicken und über die Listenansicht in der linken Seitenleiste die Gruppen aufzuklicken.
      Dann in der rechten Seitenleiste die Spalten konfigurieren: Breite der Spalten, Innen- und Außenabstände.

      – Das Gruppieren eines störrischen Elements löst öfter mal ein Problem:
      Links oben die „Treppe“ anklicken.
      Element anwählen, zum Beispiel ein Bild.
      Dann, immer noch in der linken Seitenleiste, auf die 3 Punkte („Ampel“-Icon) klicken und im Kontextmenü auf Gruppieren.
      Dann in der rechten Seitenleiste die Einstellungen für die Gruppe konfigurieren (Breite der Spalten, Innen- und Außenabstände).

      Viele Grüße,
      Bernd Schmitt

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